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Ein internationales, transdisziplinäres und partizipatives Kunstprojekt gegen Diskriminierung und Gewalt.
Kunsthalle Erfurt 15.03. - 31.05.2026
In Kooperation der Kunsthalle Erfurt mit der Schweizer Künstlerin Franziska Greber und der Thüringer Landesgleichstellungsbeauftragten.
Das Kooperationsprojekt der Kunsthalle Erfurt mit der Schweizer Künstlerin Franziska Greber und der Landesgleichstellungsbeauftragten wird vom 15.03. bis 31.05.2026 in Erfurt präsentiert.
WOMEN IN THE DARK ist ein von Franziska Greber 2016 initiiertes, internationales, transdisziplinäres und partizipatives Kunstprojekt gegen Diskriminierung und Gewalt. Es wurde bislang in acht Ländern realisiert und verbindet künstlerische Praxis mit gesellschaftspolitischem Engagement.
In Deutschland wurden 690 Blusen von Frauen aus zwölf Bundesländern mit einem roten Stift beschrieben. Diese individuellen Zeugnisse werden von der Künstlerin zu einem eindrucksvollen Gesamtwerk zusammengeführt und durch weitere Installationen, Videos, Audioarbeiten und Fotografien ergänzt.
Die multimedialen Werke setzen ein deutliches Zeichen, dass Gewalt gegen Frauen kein privates, sondern ein gesellschaftliches Problem ist. Die Ausstellung ist Bestandteil des Landesaktionsplans zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Thüringen. Sie soll sensibilisieren und weitere gesellschaftliche Gruppen in die Gewaltschutzarbeit einbeziehen.
Begleitet wird die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm in der Kunsthalle und thüringenweit regionalen Veranstaltungen durch die Netzwerkpartner:innen gegen Gewalt an Frauen.
Zur Vernissage am 14.03.2026 um 18.00 Uhr wird herzlich in die Kunsthalle Erfurt eingeladen.

Bildrecht: hanser Literaturverlag
Hinter der perfekten Idylle lauert die »Tradwife«-Szene – Hannah Lühmanns Roman spricht darin über ein virales Thema und den Rechtsruck in unserem Land.
"Als Jana mit ihrer Familie aufs Land zieht, merkt sie schnell: Hier gelten andere Regeln. Hinter der bürgerlichen Fassade lauert ein höchst problematisches Weltbild, wie selbstverständlich wird hier AfD gewählt. Auch Janas charismatische Nachbarin Karolin hat sich ganz der Rolle als Hausfrau und Mutter verschrieben. Je mehr Zeit Jana mit Karolin verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie auf eine sehr zeitgemäße Weise ultrakonservativ ist – sie kämpft als »Tradwife« im Namen der Tradition gegen alles, wofür Jana eigentlich steht. Jana versucht, sich gegen ihre Faszination zu wehren, und ertappt sich doch immer wieder bei dem verstörenden Gedanken, dass sie Karolin um ihr Leben beneidet …" (hanserblau Verlag)
Die Lesung findet als moderiertes Gespräch zwischen der Landesgleichstellungsbeauftragten Nadja Sthamer und der Autorin Hannah Lühmann mit anschließender Podiumsdiskussion statt. Weitere Informationen und Tickets zur Lesung finden Sie hier: https://www.herbstlese.de/veranstaltungen/jhannah-luehmann-heimat.
Vertreter:innen gleichstellungs- und frauenpolitischer Strukturen melden sich bitte für die Lesung im Büro der Landesgleichstellungsbeauftragten unter gleichstellungsbeauftragte-thueringen@tmsgaf.thueringen.de an.
Am 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. In Deutschland und weltweit werden im Laufe ihres Lebens ein Viertel bis ein Drittel aller Frauen Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt. Damit ist Gewalt gegen Frauen die häufigste Form der Menschenrechtsverletzungen.
Aus diesem Anlass gibt es auch in diesem Jahr im November wieder eine Reihe lokaler Veranstaltungen. Anbei eine Liste aller Veranstaltungen, die uns gemeldet wurden:
Der 83. Deutsche Fürsorgetag fand vom 16. bis 18. September 2025 in der Erfurter Messe statt. Unter anderem ging es auch um das Thema "Die Umsetzung der Istanbul-Konvention - (k)eine Frage des politischen Willens".
Dr. Helga Herzfeld gab hierzu einen Impulsvortrag zur Situation in Thüringen.
Anschließend diskutierten im Podium (auf dem Foto v. l. n. r.):
Dr. Helga Herzfeld, Leiterin der Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie,
Dorothea Hecht, Juristische Referentin, Frauenhauskoordinierung e.V.,
Claudia Igney, Referentin der Geschäftsstelle, bff – Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe,
Petra Kaps, (Moderatorin) Geschäftsführende Partnerin, ZEP – Zentrum für Evaluation und Politikberatung,
Ruth Niebuer, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
Tanja Demmel, Referentin und Verantwortliche im Referat für Frauen- und Gleichstellungsangelegenheiten, Deutscher Städtetag,
Dr. Dag Schölpe, Geschäftsführer des Bundesforums Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V.
Mein Besuch in Jena hat mir eindrucksvoll gezeigt, wie breit und stark die Strukturen für Frauen und Gleichstellung hier aufgestellt sind.
Am Vormittag war ich im Universitätsklinikum Jena bei der Vertraulichen Spurensicherung. Hier können Betroffene nach sexualisierter Gewalt Spuren sichern lassen – anonym, kostenlos und ohne den Weg über Krankenkasse oder Polizei. Auch Tests auf K.O.-Tropfen oder andere Substanzen gehören dazu. Dieses niedrigschwellige Angebot ist lebenswichtig, weil es Betroffenen Zeit und Handlungsspielraum gibt. Bis zu drei Jahre lang werden die Spuren gerichtsfest eingelagert. Damit ist es möglich auch später noch eine Anzeige zu erstatten. Damit dieses Angebot verfügbar ist, übernimmt das Land Thüringen die sogenannten Vorhaltekosten. So können Personal und Rufbereitschaft in der Rechtsmedizin des UKJ dauerhaft gesichert werden. Ebenfalls wird der Ausbau von Anlaufstellen in ganz Thüringen finanziert.
Unter dieser Nummer können betroffene Personen sich rund um die Uhr melden: +49 3641 9397197.
Anschließend ging es ins Frauenzentrum Towanda, wo ich mit Jenas Gleichstellungsbeauftragter Dr. Kerstin Haupt, Vertreterinnen des Frauenhauses, der Kindersprachbrücke und des Männer-Projekts A4 ins Gespräch kam. Alle leisten wertvolle Arbeit. Von Schutz und Unterstützung in akuten Krisen bis hin zu langfristiger Integration und Teilhabe. Diese Vielfalt macht deutlich: Gleichstellung gelingt nur im Netzwerk.
Zum Abschluss habe ich das Frauenteam von Rugby Jena besucht. Frauensportangebote wie diese zeigen: Hier wird nicht nur Sport gemacht, sondern auch Teamgeist, Stärke und Zusammenhalt gelebt.
Mein Fazit: Jena zeigt, wie wichtig es ist, dass Angebote für Betroffene, Beratungsstellen, Stadtverwaltung und Vereine zusammenwirken. Gemeinsam schaffen sie Räume, in denen Frauen sicher leben, ihre Stimme erheben und ihre Kraft entfalten können.
Nadja Sthamer lud zur ersten gemeinsamen Arbeitsberatung mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten nach Erfurt ein.
Neben den Sprecherinnen der LAG kommunaler Gleichstellungsbeauftragter, erfahrenen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten hieß sie auch neu bestellte Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Erfurt, Stadt Saalfeld und den Landkreisen Greiz, Hildburghausen und Sonneberg willkommen.
Es wurde intensiv über die weitere Umsetzung des Thüringer Chancengleichheitsfördergesetzes in den Kommunen, die Planung der Initiative gegen häusliche Gewalt „Handle jetzt“ sowie geplante Projekte und Maßnahmen in den Kommunen beraten.
Hier wird deutlich: Netzwerkarbeit stärkt die Gleichstellungsbeauftragten in ihrer Tätigkeit. Gemeinsam ziehen alle an einem Strang für gleiche Chancen und Schutz vor Gewalt.
Hinweis:
Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten wirken direkt in den Kommunen und beraten auch Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Sie beraten bei Benachteiligung, setzen sich für Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, stoßen Projekte gegen Gewalt an Frauen an und organisieren eigene Netzwerkarbeit und Projekte. Die Kontaktdaten Ihrer kommunalen Gleichstellungsbeauftragten finden Sie hier bei uns:
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte.

Bild: TMSGAF, v. l. n. r.: Ellen Baumann-Straub, Nadine Hofmann, Petra Lehmann, Ulrike Quentel, Wenke Freyboth, Martin Reinhardt, Doreen Hillmann, Erika von der Sahle, Catrin Heinrich, Dr. Kerstin Haupt, Belinda Groll, Nadja Sthamer, Ursel Kittlaus, Stefani Müller, Alexandra Meckling, Dr. Manfredo Koessl, Katharina Töppe, Isabel Hennig, Sabine Kulbe, Diana Kopp, Janett Pfaff, Angelika Fleischmann, Ortrun Müller.