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Landesgleichstellungsbeauftragte

Gabi Ohler

Gleichstellungsbeauftragte

 
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"Geschlechtergerechtigkeit ist ein substantieller Aspekt von Demokratie".

Gabi Ohler
Thüringer Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann

Eine lebendige Demokratie muss immer danach streben, Ungerechtigkeiten zu beseitigen und Frauen, Männern und nicht-binären Menschen die gleichen Chancen und Möglichkeiten zu bieten, mit denen sie ihre Interessen und Fähigkeiten verwirklichen können. Ebenso müssen unsere Anstrengungen darauf gerichtet sein, für alle, die Hilfe und Unterstützung benötigen, diese zugänglich zu machen. Dies ist Grundlage meiner Arbeit.

Das Frauenwahlrecht wurde vor über hundert Jahren eingeführt. Vor etwas mehr als 70 Jahren wurde der Gleichstellungsgrundsatz im Grundgesetz verankert. Und dennoch gibt es zahlreiche unerfüllte Aufgaben. Noch immer verdienen Frauen im Vergleich weniger als Männer, sind im Alter öfter arm, sind diejenigen, die Familie und Pflegeberufe am Laufen halten. Umgekehrt werden den Männern, die sich die Familienpflichten mit ihren Frauen gleichberechtigt teilen wollen, Steine in den Weg gelegt, ist es für sie häufig schwerer, die Hälfte der Elternzeit zu nehmen. Nach wie vor ist Deutschland stärker als einige andere europäische Länder von einem tradierten Familien- und Frauen- und Männerbild geprägt, das gleichstellungspolitische Fortschritte erschwert.

Und dennoch haben wir unendliche viele Möglichkeiten, die unseren Großmüttern und deren Mütter nicht zugänglich waren. Frauen wissen das und wollen nicht mehr dorthin zurück. Immer mehr Frauen wollen sich nicht mehr entscheiden zwischen Karriere oder Kindern, sind nicht mehr damit zufrieden, unter einem Chef zu arbeiten, fordern ihren gerechten Anteil an gesellschaftlicher Teilhabe ein. Auch immer mehr Männer verlassen die alten Rollen, sehen sich nicht mehr als abwesender Familienernährer, als derjenige, der immer stark, unverletzlich und nie krank sein darf.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Viele in dieser Gesellschaft brauchen Hilfe oder Unterstützung, um selbstbestimmt leben zu können. Dies gilt insbesondere auch für Frauen, die unter Gewalt zu leiden haben. Ich sehe es als meine Aufgabe, den Schutz vor häuslicher Gewalt insbesondere für Frauen zu verbessern, dabei aber nicht jene Männer zu vergessen, die ebenfalls Opfer werden. Eine wichtige Aufgabe ist es, jene zu erreichen, die keine Hilfe suchen, die sich mit der familiären Gewalt arrangieren und dies insbesondere in der Pandemie zunehmend tun. Hier müssen die Angebote passförmiger werden. Wir müssen es den Gewaltopfern ermöglichen, ihrer familiären Situation zu entfliehen und sich ein Leben jenseits der Gewalt aufzubauen.

Ihre Gabi Ohler

 
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Medieninformationen

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen Gleichstellungsbeauftragte Gabi Ohler: „Auch unsichtbare Gewalt zur Kenntnis nehmen.“

24.11.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

„Gewalt geschieht nach wie vor oft im Verborgenen. Das heißt, sie wird nicht wahrgenommen, nicht registriert und findet damit auch im Hilfesystem kaum statt“, stellt die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann, Gabi Ohler, anlässlich des morgen bevorstehenden Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen fest. „Frauen, die unter Gewalt leiden und suchtkrank sind, Frauen, die schwere psychische Krankheiten haben, die bettlägerig sind und zu Hause nur von einer Person betreut werden oder solche, die ihren Partner nicht verlassen wollen, weil sie nicht wissen, wie sie allein leben sollen, bevölkern das sogenannte Dunkelfeld.“

Internationaler Männertag am 19. November Gleichstellungsbeauftragte Gabi Ohler: „Auch starke Männer weinen – oder sollten es tun.“

18.11.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

„Wer wirklich cool sein will, sollte zu seinen Schwächen stehen“, sagt die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann, Gabi Ohler, anlässlich des internationalen Männertages am 19. November. „Und Väter wie Mütter, Lehrkräfte wie Klassenkameradinnen und Klassenkameraden sollten lernen, dass Jungs nicht nur schreien, sondern auch weinen dürfen.“

Weltmännertag 2021: Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Gabi Ohler: „Das Bild vom starken Mann ist gesundheitsgefährdend.“

03.11.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Wer immer stark sein soll, versteht Schwäche oft als eigenes Versagen“, stellt die Thüringer Beauftragte für die Gleichstellung für Frau und Mann, Gabi Ohler, anlässlich des internationalen Männertages fest. Der Aktionstag dreht sich insbesondere um die Gesundheit von Männern. „Vermeintlich eigenes Versagen kann aber nur schwer eingestanden werden, weshalb viele Männer Krankheiten eher verdrängen als Hilfe zu suchen.“

Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Gabi Ohler zum Equal-Pay-Day: „Applaus bezahlt die Miete nicht!“

09.03.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Krankenschwestern, Pflegerinnen, Verkäuferinnen – sie alle bekamen im ersten Lockdown viel Applaus, weil sie das Land am Laufen hielten. „Aber von Applaus und Dankesreden allein kann man nicht leben“, stellt die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte fest.

Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Gabi Ohler zum Internationalen Frauentag 2021: „Der Fortschritt ist eine Schnecke – und manchmal läuft sie rückwärts.“

08.03.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Mit Blick auf den morgigen Internationalen Frauentag (08.03.21) erklärt die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Gabi Ohler: „Nach über 100 Jahren Frauenwahlrecht, über 70 Jahren Gleichstellung im Grundgesetz, 16 Jahren Bundeskanzlerin, zweifachen Fußballweltmeisterinnen, hochqualifizierten Ministerinnen und Wissenschaftlerinnen in den unterschiedlichsten Bereichen könnte man annehmen, wir lebten in einem gleichstellungspolitischen Frauenparadies. Dass dem nicht so ist, wurde in der Pandemie einmal mehr bestätigt.“

 

Gleichstellungsbeauftragte Gabi Ohler zum Equal Care Day 2021: „Mehr Wertschätzung und faire Verteilung von bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit“

01.03.2021 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Die ungleiche Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit manifestiert sich im sogenannten Gender Care Gap. Dieser erfasst, wie viel Prozent mehr Zeit Frauen täglich für die unbezahlte Sorgearbeit verwenden. Nach der letzten Zeitverwendungserhebung beträgt der Gender Care Gap 52,4 Prozent. Das heißt, Frauen leisten täglich 52,4 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Das entspricht dem Zweiten Gleichstellungsbericht des Bundes zufolge 87 Minuten.

Aktionstag 25. November 2020 "Nein zu Gewalt gegen Frauen"

24.11.2020 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Die Zahl der Frauen, die in Deutschland von Gewalt betroffen sind, ist nach wie vor erschreckend hoch: Nach Dunkelfeldforschungen ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen und jeden dritten Tag tötet ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin.

Gleichstellungsbeauftragte Gabi Ohler zum Internationalen Männertag: „Gleichstellung von Frauen und Männern besonders wichtig für den sozialen Zusammenhalt“

19.11.2020 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Mehr Gleichstellung im Alltag: Dieses Thema rückt nicht nur am Internationalen Frauentag in den Fokus, sondern auch am Internationalen Männertag, welcher sich jeweils am 19. November jährt. Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Partnerschaft und Kindererziehung, aber auch Gewalt betreffen Frauen und Männer gleichermaßen.

Gleichstellungsbeauftragte Ohler: „Parität ist eine Frage der Gerechtigkeit"

14.07.2020 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

„Wenn das Verfassungsgericht am 15. Juli in Weimar in erster Instanz über das Paritätsgesetz in Thüringen entscheidet, geht es um nicht weniger als die Auslegung der Thüringer Verfassung und des Grundgesetzes“, stellt die Thüringer Beauftragte für die Gleichstellung von Mann und Frau, Gabi Ohler, fest.

Gabi Ohler wird Gleichstellungsbeauftragte für Thüringen

30.06.2020 - Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Die neue Beauftragte für die Gleichstellung von Mann und Frau in Thüringen ist ab dem 1. Juli Gabi Ohler. Dies wurde heute vom Kabinett bestätigt. Damit folgt sie auf Katrin Christ-Eisenwinder, die das Amt seit 2015 bekleidete.

 
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Bundesweite Unterstützungsangebote

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

Unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 116 016 beraten und informieren die Mitarbeiterinnen des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" in 18 Sprachen zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen.

„Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“

Unter der Nummer 0800 22 55 530 ist das Hilfetelefon "Sexueller Missbrauch" montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr bundesweit, kostenfrei und anonym erreichbar.

Hilfetelefon „Schwangere in Not“

Das kostenlose, mehrsprachige, barrierefreie und 24 Stunden unter der Nummer 0800 40 40 020 erreichbare Hilfetelefon "Schwangere in Not" ist eine erste Anlaufstelle für Frauen, die über qualifizierte Beraterinnen Hilfe in den örtlichen Schwangerschaftsberatungsstellen finden.

Telefonseelsorge

Rund um die Uhr, bundesweit, kostenfrei unter: 0800-111 0 111 und 0800-111 0 222 und im Internet unter: www.telefonseelsorge.de.

 
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Hilfe bei häuslicher Gewalt:

Poster-Aktion „Zuhause nicht sicher?" informiert über Hilfeangebote

Die Poster-Aktion „Zuhause nicht sicher?“ des Bundesfamilienministeriums will Kundinnen und Kunden in den Supermärkten und auch Nachbarinnen und Nachbarn in ihren Hausfluren auf die Hilfeangebote aufmerksam machen.

Beteiligen Sie sich an der Aktion: Laden Sie sich ein Info-Poster auf der Kampagnenseite https://staerker-als-gewalt.de herunter, drucken Sie das Poster aus und hängen Sie sie auf – im Hausflur, im eigenen Geschäft, in Praxen.

 
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Fragen oder Anregungen?

 
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Anfahrtsskizze zum Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Postanschrift:

Thüringer Ministerium
für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Postfach 900 354
99106 Erfurt

Dienstgebäude:

Thüringer Ministerium
für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Werner-Seelenbinder-Straße 6
99096 Erfurt

Telefon: 0361 57-381 1751
Telefax: 0361 57-381 1825