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Der Begriff K.O.-Mittel (umgangssprachlich: K.O.-Tropfen) wird für Substanzen verwendet, die die Wahrnehmung und das Bewusstsein beeinflussen und eine Person dadurch erheblich beeinträchtigen können. Sie können dazu führen, dass eine Person plötzlich sehr benommen, orientierungslos oder handlungsunfähig wird. K.O.-Mittel können unbemerkt verabreicht werden. Für Betroffene ist deshalb häufig nicht unmittelbar erkennbar, was passiert ist.
Wichtig: Nicht jedes ungewöhnliche Verhalten oder jede Erinnerungslücke bedeutet automatisch, dass K.O.-Mittel im Spiel waren. Es gibt unterschiedliche mögliche Ursachen. Wenn du jedoch einen entsprechenden Verdacht hast, solltest du ihn ernst nehmen und Unterstützung suchen.
Auf dieser Seite findest du Informationen, konkrete Handlungsmöglichkeiten und Hilfe in Thüringen.
Du hast den Verdacht, dass dir K.O.-Mittel verabreicht wurden? Du musst nicht sicher wissen, was passiert ist, um Hilfe zu bekommen.
Mögliche Anzeichen sind:
starke Benommenheit
Orientierungslosigkeit oder Verwirrtheit
Koordinations- oder Bewusstseinsstörungen
ungewöhnlich schneller oder starker Rausch bzw. Enthemmung
Übelkeit oder Erbrechen
starke Müdigkeit.
Wichtig: Diese Anzeichen sind kein sicherer Beweis für K.O.-Mittel. Sie können auch andere Ursachen haben. Wenn du einen Verdacht hast, solltest du trotzdem möglichst schnell Hilfe suchen.
So gehst du vor:
Geh an einen sicheren Ort.
Hol eine Person deines Vertrauens dazu.
Wenn es dir gesundheitlich schlecht geht, ruf den Notarzt 112.
Denke an mögliche Spuren. (Getränk oder Glas nicht wegwerfen oder reinigen. Möglichst wenig anfassen. Notiere – wenn möglich – Uhrzeit und Ort sowie Beobachtungen und mögliche Zeug*innen.)
Geh zur Polizei oder informiere dich über die Vertrauliche Spurensicherung 03641 9397197.
Du musst nicht wissen, was passiert ist, um zu helfen.
Sprich die Person an.
Nimm ihre Wahrnehmung ernst.
Lass sie nicht allein.
Begleite sie an einen sicheren und ruhigen Ort.
Keine Vorwürfe.
Stattdessen: „Ich glaube dir. Ich bleibe bei dir. Wir holen uns Hilfe.“
Du möchtest wissen, wie du vorbeugen und im Notfall richtig handeln kannst?
K.O.-Mittel verhindern beginnt mit Aufmerksamkeit - frei nach dem Motto: Vorbeugen, Erkennen, Handeln.
Unter dem unten stehenden Link findest du eine Checkliste zur Sensibilisierung von Mitarbeitenden in Bars, Clubs und Diskotheken zum Thema K.O.-Tropfen.
Akuter medizinischer Notfall
Bei Bewusstlosigkeit oder akuter Verschlechterung des Gesundheitszustands immer den Notruf 112 wählen.
Vertrauliche Spurensicherung in Thüringen
Du möchtest mögliche Spuren sichern lassen, bist aber noch nicht bereit, Anzeige zu erstatten? Dann wende dich an die Vertrauliche Spurensicherung: 03641 9397197
Die Kampagne „CHECKST DU?“ setzt genau dort an, wo Menschen unterwegs sind: in Clubs, Bars, auf Veranstaltungen. Materialien können hier bestellt werden. Für größere Mengen wenden Sie sich an pressestelle@tmsgaf.thueringen.de.

Wenn eine Person plötzlich auffällig wirkt, sich unwohl fühlt oder möglicherweise K.O.-Tropfen verabreicht bekommen hat, kommt es auf schnelles und besonnenes Handeln an. Die Checkliste zur Kamapgne „CHECKST DU? “ unterstützt Mitarbeitende in Clubs und Bars dabei, Betroffene zu schützen, den Gesundheitszustand einzuschätzen, das Team zu informieren und mögliche Spuren zu erhalten.

K.O.-Tropfen können unbemerkt in Getränke gelangen. Das „CHECKST DU?“- Poster macht auf das Thema aufmerksam und zeigt kurz und verständlich, worauf es ankommt: Füreinander da sein. Gemeinsam gegen K.O.-Tropfen. Das A3-Poster passt perfekt an jede (Toiletten-)Tür im Club.

K.O.-Tropfen können unbemerkt in Getränke gelangen. Das „CHECKST DU?“- Poster macht auf das Thema aufmerksam und zeigt kurz und verständlich, worauf es ankommt: Füreinander da sein. Gemeinsam gegen K.O.-Tropfen. Das A3-Poster passt perfekt an jede (Toiletten-)Tür im Club.

Die „CHECKST DU?“-Sticker machen die Kampagne dort sichtbar, wo Menschen unterwegs sind: in Clubs, Bars, auf Veranstaltungen, in Sanitärbereichen oder an anderen passenden Orten. Auffällig und direkt: Die Sticker schaffen Aufmerksamkeit, regen zum Hinschauen an und verweisen auf die Kampagne und wichtige Informationen rund um K.O.-Tropfen.

Ein Bierdeckel – und eine wichtige Botschaft, die direkt am Getränk ankommt. Die „CHECKST DU?“-Bierdeckel machen auf K.O.-Tropfen aufmerksam und bringen die Kampagne mitten ins Geschehen: an die Bar, auf den Tisch und direkt zu den Gästen.

Praktisch, stylisch und wiederverwendbar: Die „CHECKST DU?“-Getränkeschutz-Scrunchies verbinden Getränkeschutz mit Alltagstauglichkeit. Sie lassen sich als Getränkeabdeckung, Haarband, Armband oder Schlüsselhalter nutzen und sind waschbar und wiederverwendbar.
Ein kleines Accessoire mit einer wichtigen Botschaft: Die Scrunchies machen auf K.-o.-Tropfen aufmerksam und erinnern daran, auf das eigene Getränk und aufeinander zu achten.
Das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Jena bietet eine vertrauliche Spurensicherung an. Das Angebot richtet sich unter anderem an Betroffene von K.O.-Mittel-Beibringung, sexualisierter Gewalt und körperlicher Gewalt, die sich zunächst nicht direkt zu einer Anzeige bei der Polizei entschließen können, aber Befunde und Spuren sichern lassen möchten. Es ist anonym, kostenlos und für alle möglich.
Was kann gesichert werden?
Je nach Situation können:
Verletzungen dokumentiert und fotografiert,
Blut- und Urinproben gesichert,
Spurenabriebe genommen und
Untersuchungen auf Körpersekrete und DNA-Spuren durchgeführt werden.
Bei Verdacht auf K.O.-Mittel kann das toxikologische Labor des UKJ ein Screening einer Urinprobe auf K.O.-Mittel durchführen.
Wichtig: möglichst schnell handeln
Bei einem Verdacht auf K.O.-Mittel sollte die Möglichkeit einer rechtsmedizinischen Untersuchung möglichst zeitnah geklärt werden.